Hufbearbeitung
Zur Huforthopädie nach Jochen Biernat kam ich recht zufällig, als meine Huforthopädin aufhörte und ich jemanden für meine Pferde benötigte. Ich wusste, dass mein Araber nicht jeden an sich ranlässt und dachte mir, dass ich die Ausbildung selbst machen könnte. So habe ich dann beim DifHo die Ausbildung zur Huforthopädin nach Biernat absolviert.
Worum geht es hierbei genau?
Ich schaue mir das Pferd an, beurteile die Stellung der Gelenke und der Hufe, um mir so ein Bild der Belastung zu machen. Mein Ziel ist es hierbei, jeden Huf individuell zu bearbeiten, um eine für ihn angemessene physiologische Form herzustellen. Es geht dabei nicht um einen fürs Auge wunderschönen bearbeiteten Huf, sondern viel mehr um die Funktionalität des Barhufs.
Ich bearbeite den Huf so, dass das Pferd ihn sich wieder selbst in seine Balance laufen kann und nicht nach einer Idealvorstellung der Menschen.
Ich nehme also auch Rücksicht auf eventuelle Krankheiten im Bewegungsapparat, die zur Folge haben, dass sich ein Huf an die Gegebenheiten anpassen musste und somit verändert aussieht (beispielsweise oft beim Sehnenschaden). Es werden abrupte Stellungsänderungen verhindert, sodass die Gelenke nicht beschädigt oder zu sehr beansprucht werden. Diese Art der Bearbeitung setzt allerdings regelmäßige Bearbeitungen in 4-5- wöchigen Intervallen voraus, sodass ich dem Horn immer wieder aufs Neue sagen kann, in welche Richtung es wachsen soll. Schon nach wenigen Wochen kann man oft erste, große Erfolge erkennen.
Wichtig ist auch der Hornabrieb. Da ich mit der ,,Abriebsteuerung‘‘ arbeite und dem Huf somit die Abnutzungsrichtung vorgebe, muss das Pferd regelmäßig auf hartem Boden bewegt werden, sodass sich das Horn abnutzen und die gelenkschonende Bearbeitung richtig greifen kann. Längere, regelmäßige Ausritte und Spaziergänge sind also kein Grund zur Sorge, sondern herzlich willkommen! So kann ich Hand in Hand mit dem Horn arbeiten.
Du brauchst einen Huforthopäden, wenn es beispielsweise Asymmetrien im Huf, Auffälligkeiten in der Huf-Fessel-Achse, eine unregelmäßige Belastung oder Risse und Spalten im Huf gibt. Auch Erkrankungen wie eine Hufrollensymptomatik, Hufabszesse, Geschwüre oder Verknöcherungen können durch eine angemessene Hufbearbeitung entweder vermieden oder eingeschränkt werden. Fallen dir zunehmend Verfärbungen an der Außenwand oder nicht in den Griff zu bekommende Strahlfäule auf, solltest du hier hellhörig werden, da dies Symptome sind, die gesehen und behoben werden wollen.
Vertrauensvolle Basis
Da es mir wirklich sehr am Herzen liegt, dass sich sowohl Mensch als auch Pferd bei mir wohlfühlen, nehme ich mir immer gern Zeit für meine Kunden. Gerade dann, wenn mir gesagt wird, dass es sich um ein schwieriges oder verhaltensauffälliges Pferd handelt, plane ich genügend Zeit ein, um nicht selbst in Hektik zu verfallen. Das habe ich schon zu oft beobachtet und weiß, dass das niemandem hilft. Mir ist es wichtig, während meiner Bearbeitungen immer die Ruhe zu bewahren und auch dem Pferd gegenüber nicht sauer oder gar aggressiv zu werden. Selbst beim vermehrten Wegziehen der Beine o.Ä. bewahre ich die Ruhe und versuche die Ursache zu verstehen. Denn auch hier ist es oft so, dass die Pferde keinen vom Menschen völlig falsch interpretierten Machtkampf führen wollen, sondern vielmehr wissen möchten, ob sie als Fluchttier zur Not ihren Huf haben könnten, wenn sie ihn wirklich brauchen. Erfahrungsgemäß hat sich herausgestellt, dass die Pferde -wenn man ihnen zuhört und auf Augenhöhe begegnet- viel schneller Vertrauen fassen und sich auf die Bearbeitung einlassen konnten. Und ja- auch die, die zu mir gekommen sind, weil sie nur noch unter Sedation oder mit Nasenbremse bearbeitet werden konnten, stehen mittlerweile unangebunden und dösend während der Bearbeitung da. Keiner -weder das Pferd noch der Mensch- sollte Bauchschmerzen bekommen, wenn ich komme, um die Hufe zu bearbeiten.
Du hast Fragen zur Hufbearbeitung oder möchtest einen Termin mit mir vereinbaren? Dann schreibe mir gerne eine Nachricht über das Formular. Ich melde mich schnellstmöglich bei dir zurück.
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Über mich
Schon in jungen Jahren begeisterten mich Pferde. Dies sollte schon bald zu meinem Lebensinhalt werden. Alle Infos zu meiner Geschichte mit den Vierbeinern könnt ihr hier nachlesen.
Training
Hast du dich schon einmal selbst hinterfragt, warum dein Pferd "verhaltensauffällig" oder "schwierig" ist? Ich helfe dir, der Sache auf den Grund zu gehen und einen gemeinsamen Alltag zu schaffen.